Was bedeuten GIVT und SIVT?

GIVT und SIVT sind die beiden Kategorien, in die der Media Rating Council (MRC) Invalid Traffic einteilt. Entscheidend ist nicht die Höhe des Schadens, sondern wie aufwendig sich ungültiger Traffic erkennen und filtern lässt. General Invalid Traffic ist über bekannte Listen und routinemäßige Prüfungen erkennbar. Sophisticated Invalid Traffic ist gezielt verschleiert und erfordert eine tiefergehende Analyse.

Was gehört zu GIVT und was zu SIVT?

General Invalid Traffic (GIVT) ist über bekannte Listen und routinemäßige Prüfungen erkennbar:

  • bekannte Bots und Crawler, etwa von Suchmaschinen oder Monitoring-Diensten
  • Zugriffe aus Rechenzentren, hinter denen kein privates Endgerät steht
  • typische technische Muster wie automatisch wiederholte oder doppelte Klicks

Sophisticated Invalid Traffic (SIVT) ist gezielt verschleiert und erfordert eine tiefergehende Analyse:

  • Botnetze, die menschliches Verhalten imitieren, also fremdgesteuerte Geräte mit nachgebildeten Mausbewegungen und Verweildauern
  • manipulierte Geräte- oder Herkunftsangaben, bei denen ein Zugriff vorgibt, von einem anderen Gerät oder aus einer anderen Region zu kommen
  • Click Farms, in denen bezahlte Menschen auf echten Geräten Anzeigen anklicken
  • andere künstlich erzeugte Interaktionen

Warum ist der Erkennungsaufwand das Unterscheidungskriterium?

Weil die Einteilung eine Frage an die Messung beantwortet, nicht an den Schaden. GIVT ist deshalb nicht harmloser als SIVT. Ein simpler Crawler, der über Wochen täglich Klicks auslöst, kann teurer sein als ein einzelner getarnter Zugriff. Über Absicht sagt die Einteilung ebenfalls nichts: Ein Suchmaschinen-Crawler handelt nicht böswillig und fällt trotzdem in GIVT.

Klickbetrug ist keiner der beiden Kategorien fest zugeordnet. Leicht erkennbare Bot-Zugriffe fallen eher unter GIVT, getarnte Bots und gezielt manipulierte menschliche Interaktionen eher unter SIVT.

Wie unterscheidet sich davon die Einstufung in BudgetGuard?

GIVT und SIVT sind Branchenbegriffe des MRC. BudgetGuard verwendet sie nicht. Ihre Klicks werden nicht als GIVT oder SIVT ausgewiesen, und es gibt im Portal keinen Filter und keine Kennzahl dieser Art.

Stattdessen bewertet BudgetGuard jeden erfassten Klick mit dem FraudScore und leitet daraus eine von drei Klassen ab, die so im Klickprotokoll steht:

KlasseBedeutung
Menschkeine oder nur einzelne Auffälligkeiten
Verdächtigmehrere Auffälligkeiten, Prüfbedarf
Botdeutliche Häufung von Auffälligkeiten

Jeder Treffer wird zusätzlich einer von sieben Erkennungskategorien zugeordnet: Bot-Erkennung, Verhaltensanalyse, Geräte-Spoofing, VPN und Proxy, IP-Risikobewertung, Klick-Schwellenwert und Manuelle Blockliste.

Der Unterschied ist mehr als eine Frage der Benennung. Die MRC-Kategorien beschreiben, wie schwer ein Zugriff zu finden ist. Der FraudScore beschreibt, wie stark ein konkreter Klick in Ihrem Konto auffällt. Die Detailseite je Klick zeigt, welche Signale dabei ausgelöst haben, eine Übersicht steht unter Welche Signale prüft BudgetGuard bei einem Klick?.

Was Sie dabei beachten sollten

Die Grenze zwischen GIVT und SIVT ist nicht scharf. Was heute als ausgefeilt gilt, kann morgen auf einer Liste stehen.

Es gibt keine vierstufige Qualitätsskala. GIVT und SIVT sind zwei Kategorien desselben Oberbegriffs, keine aufsteigenden Stufen. Made-for-Advertising-Seiten sind keine dritte Stufe, sondern ein Inventar- und Qualitätsproblem.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet Zertifizierungen rund um Traffic-Qualität in der BudgetGuard Academy.

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