Traffic Quality Controlling ist die zweite Ebene neben der Ad Fraud Protection. Hier geht es nicht um die Frage, ob ein Klick ungültig war, sondern ob er wirtschaftlich etwas beigetragen hat. Ein Klick kann technisch einwandfrei sein und trotzdem nichts bringen. Solche Muster führen nicht dazu, dass eine Quelle von der weiteren Anzeigenausspielung ausgeschlossen wird, sondern zu einer Empfehlung im Portal.
Wo liegt der Unterschied zur Fraud-Erkennung?
Merkmal
Fraud-Erkennung
Traffic Quality Controlling
Frage
War dieser Klick echt?
Hat dieser Klick etwas gebracht?
Gegenstand
einzelne Quelle
Kampagne, Zeitraum, Region
Ergebnis
Ausschluss der IP-Adresse
Empfehlung zu einer Einstellung
Maßstab
technische Signale
wirtschaftlicher Beitrag
Beide Ebenen greifen ineinander, sind aber nicht dasselbe. Wer sie vermischt, kommt zu falschen Schlüssen, etwa wenn er Klicks aus einer nicht bedienten Region als Betrug zählt.
Wie arbeiten Sie mit den Empfehlungen?
Die Empfehlungen benennen konkrete Optimierungspotenziale und liegen im Portal in einem eigenen Bereich. Jede hat eine Priorität und eine Kategorie sowie einen von drei Zuständen: offen, verworfen oder umgesetzt. Es gibt eine Suche und Sammelaktionen, damit auch längere Listen bearbeitbar bleiben.
Eine verworfene Empfehlung ist kein Fehler im System. Sie ist eine dokumentierte Entscheidung: Sie haben den Hinweis gesehen und bewusst anders entschieden.
Bleibt es beim Hinweis oder kann BudgetGuard die Änderung ausführen?
An vielen Empfehlungen steht ein Knopf Anwenden. Bestätigen Sie ihn, setzt BudgetGuard die Änderung über die Google-Ads-API in Ihrem Konto um. Ausgeführt werden können:
Kampagneneinstellungen
Werbezeitplan
Geo-Targeting
Gebotsstrategie
Netzwerkeinstellungen
Kampagne pausieren
Nichts davon geschieht automatisch. Jede dieser Änderungen setzt Ihre ausdrückliche Bestätigung im Portal voraus. Solange Sie nicht auf Anwenden klicken, bleibt die Empfehlung ein Hinweis und Ihr Konto unverändert.
Zwei Dinge sind bewusst nicht angebunden: Ihr Budget wird nicht verändert, und ein Conversion-Ziel wird nicht hinzugefügt. Beides bleibt Ihre Aufgabe in Google Ads.
Was ist die Grundlage der Auswertung?
Zwei Quellen fließen zusammen. Zum einen die Klickdaten aus dem Tracking auf Ihrer Website, zum anderen die Kampagnendaten aus Ihrem Google-Ads-Konto über die API. Aus der Kombination ergeben sich Muster, die keine der beiden Quellen allein zeigt, etwa eine Kampagne mit hohen Kosten und einem auffälligen Länderprofil.
Sichtbar werden diese Muster auch in den Dashboard-Diagrammen, besonders in der Länderverteilung und in den meistbetroffenen Kampagnen.
Was Sie dabei beachten sollten
Eine Empfehlung ist ein Hinweis, keine Anweisung. Eine kurze Sitzung oder eine ausbleibende Conversion belegt für sich genommen weder ungültigen Traffic noch ein Problem in der Kampagne.
Bewertet wird außerdem nur, was das Skript erfasst hat. Zugriffe ohne ausgeführtes Skript fehlen in dieser Betrachtung ebenso wie in der Fraud-Erkennung.
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