Wie funktioniert BudgetGuard?

BudgetGuard misst jeden Werbeklick über ein Skript auf Ihrer Website, bewertet die erhobenen Signale und vergleicht das Ergebnis mit hinterlegten Regeln. Trifft eine Regel zu, wird die IP-Adresse als Ausschluss in Ihr Google-Ads-Konto übertragen und damit von der weiteren Anzeigenausspielung ausgeschlossen. Erkennung und Bewertung dauern Sekunden, der Ausschluss im Werbekonto folgt kurz darauf automatisch. So verbrauchen weitere Klicks derselben Quelle kein Werbebudget mehr.

Wie läuft die Messung auf Ihrer Website ab?

Die Messung läuft in mehreren Schritten ab und beginnt mit dem Seitenaufruf. Das Skript erfasst technische Merkmale des Geräts und des Browsers sowie Verhaltensmerkmale der Interaktion und prüft zusätzlich, ob der Browser sich gegenüber dem Server so verhält, wie es ein echter Browser tut. Welche Merkmale verarbeitet werden, steht in der Datenschutzerklärung.

Der Kampagnenkontext kommt über das Final URL Suffix, das BudgetGuard per Google-Ads-API in Ihren Kampagnen setzt. Ein Umleiten der Anzeigenlinks ist dafür nicht nötig.

Wie kommt aus den Signalen eine Bewertung?

Jedes auffällige Signal geht in die Bewertung ein, einzelne stärker als andere. Fehlen mehrere technische Merkmale gleichzeitig, wird der Aufschlag begrenzt, damit Browser mit strengen Datenschutzeinstellungen nicht übermäßig bewertet werden. Das Ergebnis ist der FraudScore mit den Klassen Mensch, Verdächtig und Bot.

Regeln verknüpfen diese Werte mit UND: höchstens X Klicks in Zeitraum Y, ein Mindest-RiskScore, ein Mindest-FraudScore. Als Kennfeld dient wahlweise die IP, die Browser-ID, die Klick-ID der Werbeplattform oder das Hardwareprofil. Eine Regel kann ausschließen oder nur beobachten.

Wie kommt der Ausschluss nach Google Ads?

Die IP-Adresse wird als negatives Kriterium auf Kontoebene hinterlegt. Die Übertragung in das Werbekonto läuft automatisch. Eine bereits ausgeschlossene IP-Adresse wird für eine gewisse Zeit nicht erneut bewertet.

Zusätzlich können Sie im Portal ganze Länder ausschließen. Diese Vorgabe wird als Geo-Targeting nach Google Ads synchronisiert.

Was Sie dabei beachten sollten

Ein Teil der erkannten Fraud-Quellen wird absichtlich nicht ausgeschlossen. Diese Kontrollgruppe ist im Klickprotokoll am Status KONTROLLE erkennbar. Sie macht messbar, was ohne Ausschluss passiert wäre.

Regeln richten Administration und Support ein, nicht Sie selbst. Ebenso die kundeneigene IP-Whitelist.

Automatisch schreibt BudgetGuard nur drei Dinge in Ihr Google-Ads-Konto: die IP-Ausschlüsse, das Final URL Suffix und eine von Ihnen gesetzte Länderblockierung. Weitergehende Änderungen an Werbezeitplan, Geo-Targeting, Gebotsstrategie oder Kampagnenstatus führt BudgetGuard nur aus, wenn Sie eine Empfehlung über den Knopf Anwenden bestätigen. Budgets werden nicht verändert.

Automatisch freigestellt sind die Adressbereiche von Apple iCloud Private Relay (rund 2.000 Einträge). Eine Freistellung wirkt aber nur auf einen Teil der Prüfung, alle übrigen Signale werden normal bewertet. Eine freigestellte Adresse kann also trotzdem ausgeschlossen werden.

Wie eine einzelne Bewertung zustande kam, können Sie je Klick im Portal nachvollziehen oder über Hilfe und Support prüfen lassen.

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