Clickfraud
Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026: 9,7 % der untersuchten Google-Ads-Klickereignisse als ungültig klassifiziert
Eine Auswertung von mehr als 1,76 Millionen Klickereignissen aus Google-Ads-Kampagnen zeigt: 171.535 Klickereignisse waren von Google als ungültig klassifiziert. Das entspricht 9,7 % der untersuchten Klickereignisse.
Die Analyse ist Bestandteil des Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026. Grundlage sind Google-Ads-Daten aus einem Zeitraum von zwölf Monaten von August 2025 bis Juli 2026. Das analysierte Google-Ads-Werbebudget betrug 1.046.448,47 Euro.
Datengrundlage
Die Gesamtauswertung umfasst:
- 1.046.448,47 € Google-Ads-Werbebudget
- 68 Google-Ads-Konten
- 1.768.445 Klickereignisse
- 171.535 von Google als ungültig klassifizierte Klickereignisse
- 9,7 % Invalid Rate
- Untersuchungszeitraum August 2025 bis Juli 2026
Die Klassifikation als ungültiger Klick stammt aus Google Ads. Ein von Google als ungültig klassifizierter Klick ist dabei ausdrücklich nicht mit nachgewiesenem Klickbetrug gleichzusetzen.
Google fasst unter ungültigen Interaktionen unterschiedliche Arten von Zugriffen zusammen. Dazu gehören unter anderem automatisierte oder betrügerische Aktivitäten, aber auch unbeabsichtigte beziehungsweise versehentliche Interaktionen.
Die ausgewiesenen 9,7 % sind deshalb als Anteil der von Google als ungültig klassifizierten Klickereignisse innerhalb des untersuchten Datenbestands zu verstehen – nicht als allgemeine Klickbetrugsrate für Google Ads.
Unterschiede zwischen Kampagnentypen
Für eine weitergehende Analyse wurden die Kampagnendaten nach Kampagnentyp ausgewertet. Diese Detailauswertung umfasst 67 der 68 Konten des Gesamtdatensatzes und insgesamt 370 Kampagnen.
Dabei ergaben sich folgende Invalid Rates:
- Search: 7,69 % – 62.738 ungültige von 816.155 Klickereignissen
- Performance Max: 10,90 % – 78.579 ungültige von 720.852 Klickereignissen
- Display: 12,75 % – 10.692 ungültige von 83.858 Klickereignissen
- Shopping: 9,95 % – 6.378 ungültige von 64.119 Klickereignissen
- Smart: 16,26 % – 9.593 ungültige von 58.996 Klickereignissen
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Kampagnentypen. Aufgrund unterschiedlicher Kontenzahlen und Kampagnenstrukturen dürfen die einzelnen Werte jedoch nicht als allgemeingültige Invalid Rates der jeweiligen Google-Ads-Kampagnentypen interpretiert werden.
Performance Max im direkten Vergleich mit Search
Um Unterschiede zwischen Performance Max und Search methodisch belastbarer zu untersuchen, wurde zusätzlich eine Vergleichsgruppe aus 26 identischen Google-Ads-Konten gebildet, in denen sowohl Search- als auch Performance-Max-Kampagnen eingesetzt wurden.
Innerhalb dieser Vergleichsgruppe lag die Invalid Rate bei:
- Performance Max: 10,90 %
- Search: 8,22 %
Damit lag die Invalid Rate von Performance Max innerhalb dieser Vergleichsgruppe rund 33 % über der von Search.
Der Vergleich bezieht sich ausschließlich auf die identischen 26 Werbekonten und ist von der kampagnentypübergreifenden Gesamtauswertung zu unterscheiden.
Invalid Traffic ist nicht gleich Klickbetrug
Für die Interpretation der Ergebnisse ist die begriffliche Trennung zwischen Invalid Traffic (IVT) und Ad Fraud beziehungsweise Klickbetrug wesentlich.
Invalid Traffic bezeichnet Interaktionen oder Zugriffe, die nicht als valide Werbeinteraktionen gewertet werden. Dabei muss keine betrügerische Absicht vorliegen.
In der digitalen Werbemessung wird unter anderem zwischen General Invalid Traffic (GIVT) und Sophisticated Invalid Traffic (SIVT) unterschieden. Standards zur Erkennung und Filterung von Invalid Traffic werden unter anderem vom Media Rating Council (MRC) definiert.
Klickbetrug bezeichnet dagegen die gezielte Manipulation von Klicks auf digitale Werbung. Klickbetrug kann Invalid Traffic verursachen, Invalid Traffic ist jedoch nicht grundsätzlich Klickbetrug.
Diese Unterscheidung ist insbesondere bei der Interpretation von Statistiken zu ungültigen Klicks relevant.
Bedeutung für die Bewertung von Paid Traffic
Invalid Traffic kann die Aussagekraft von Kennzahlen digitaler Werbekampagnen beeinflussen. Werden ungültige Impressionen, Klicks oder andere Interaktionen nicht erkannt oder bei Analysen nicht berücksichtigt, können daraus abgeleitete Leistungskennzahlen verzerrt werden.
Die Bewertung von Paid Traffic sollte deshalb nicht ausschließlich auf der Menge eingekaufter Interaktionen beruhen, sondern auch deren Qualität berücksichtigen.
Der Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026 untersucht vor diesem Hintergrund neben den von Google bereits als ungültig klassifizierten Klickereignissen weitere Auffälligkeiten im Paid Traffic.
Diese zusätzlichen Auffälligkeiten sind nicht Bestandteil der hier ausgewiesenen Invalid Rate von 9,7 % und dürfen weder mit von Google bestätigtem Invalid Traffic noch mit nachgewiesenem Ad Fraud gleichgesetzt werden.
Einordnung und Grenzen der Untersuchung
Die Ergebnisse beschreiben den konkret untersuchten Datenbestand und sind nicht als repräsentative Werte für sämtliche Google-Ads-Kampagnen zu verstehen.
Invalid-Traffic-Raten können unter anderem von Kampagnentyp, Ausspielungsumfeld, Zielgruppe, geografischer Ausrichtung und den eingesetzten Erkennungs- und Filterverfahren beeinflusst werden.
Auch Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zu Invalid Traffic und Ad Fraud sind deshalb nur eingeschränkt miteinander vergleichbar, wenn unterschiedliche Definitionen, Datenbestände oder Messverfahren zugrunde liegen.
Der Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026 ist keine repräsentative wissenschaftliche Studie des gesamten digitalen Werbemarktes, sondern eine empirische Auswertung realer Google-Ads-Kampagnendaten.
Über den Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026
Der Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026 untersucht die Qualität von Paid Traffic und verschiedene Formen ungültiger beziehungsweise auffälliger Werbeinteraktionen.
Grundlage der Google-Ads-Auswertung sind Daten aus 68 Werbekonten, 1.768.445 Klickereignisse und ein analysiertes Werbebudget von 1.046.448,47 Euro im Zeitraum August 2025 bis Juli 2026.
Neben den von Google ausgewiesenen ungültigen Klickereignissen enthält der vollständige Report weitere Analysen zur Qualität und zu Auffälligkeiten im untersuchten Paid Traffic.
Herausgeber: mediacode solutions S.à r.l. / BudgetGuard
Veröffentlichung: 2026
Untersuchungszeitraum: August 2025 bis Juli 2026
Google-Ads-Werbebudget: 1.046.448,47 €
Google-Ads-Konten: 68
Klickereignisse: 1.768.445
Google-invalid: 171.535
Invalid Rate: 9,7 %
Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026
Der Report zeigt, wo Invalid Traffic im Datensatz auftritt, wie stark sich die Ergebnisse zwischen Konten und Kampagnentypen unterscheiden und welche zusätzlichen Auffälligkeiten im BudgetGuard Deep Dive sichtbar werden.
Quellen und weiterführende Informationen
1. Google Ads – Ungültige Klicks: Definition
Google erläutert, welche Anzeigenklicks als ungültig eingestuft werden. Dazu zählen unter anderem betrügerische, automatisierte, versehentliche und doppelte Klicks. Die Dokumentation beschreibt außerdem, wie Google solche Klicks filtert und in Kampagnenberichten ausweist.
Quelle: Google Ads-Hilfe
https://support.google.com/google-ads/answer/42995?hl=de
2. Media Rating Council (MRC) – Invalid Traffic Detection and Filtration Standards Addendum
Der Branchenstandard beschreibt Anforderungen an die Erkennung, Klassifizierung und Filterung von Invalid Traffic in der digitalen Werbemessung. Er unterscheidet unter anderem zwischen General Invalid Traffic (GIVT) und Sophisticated Invalid Traffic (SIVT).
Quelle: Media Rating Council, Juni 2020, Invalid Traffic Detection and Filtration Standards Addendum – Update (Final)
https://mediaratingcouncil.org/sites/default/files/Standards/IVT%20Addendum%20Update%20062520.pdf
3. Media Rating Council – Standards and Guidelines
Die offizielle Übersicht der vom Media Rating Council veröffentlichten Standards und Richtlinien zur Medienmessung. Sie dient als weiterführende Referenz für die jeweils veröffentlichten Standards und Aktualisierungen.
Quelle: Media Rating Council
https://mediaratingcouncil.org/standards-and-guidelines
Herkunft der Untersuchungsergebnisse
Die in dieser Veröffentlichung genannten Google-Ads-Kennzahlen stammen aus dem Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026, herausgegeben von mediacode solutions S.à r.l. / BudgetGuard.
Die Untersuchung basiert auf eigenen Auswertungen von Google-Ads-Kampagnendaten für den Zeitraum August 2025 bis Juli 2026.
Die externen Quellen dienen der begrifflichen und methodischen Einordnung von Invalid Traffic. Sie sind nicht die Herkunft der im Report ausgewiesenen Untersuchungsergebnisse.
Den vollständige Ad Fraud & Paid Traffic Quality Report 2026 können Sie auf der Seite https://budgetguard.lu/ad-fraud-paid-traffic-quality-report-2026/ anfordern.