Click Fraud 2025: Wie sich Klickbetrug weiterentwickelt – und was Werbetreibende jetzt wissen müssen

Von der KI-Welle bis zu neuen EU-Regeln: Die wichtigsten Trends und Strategien gegen Klickbetrug im digitalen Marketing.
Warum Klickbetrug gerade wieder zum Top-Thema wird
2025 ist das Jahr, in dem sich digitale Werbung neu sortiert – und mit ihr auch der Kampf gegen Klickbetrug.
Während Plattformen wie Google und Meta ihre Kampagnenalgorithmen immer stärker automatisieren, wird der Untergrund kreativer: KI-Bots imitieren menschliches Verhalten, Klickfarmen operieren globaler denn je, und neue Kanäle wie Connected TV (CTV) werden zur nächsten Betrugsfront.
Für Werbetreibende in Europa bedeutet das: Wer sich auf die reinen Zahlen seiner Kampagnen verlässt, läuft Gefahr, von unsichtbaren Verlusten überrascht zu werden. Studien zeigen, dass weltweit bis zu 20 % aller digitalen Werbeausgaben durch Fraud verloren gehen – das entspricht Milliardenbeträgen pro Jahr.
1. KI-Bots übernehmen: Die neue Generation des Click Fraud
Die Betrüger von heute sind keine simplen Skriptkiddies mehr. Sie nutzen künstliche Intelligenz, um menschliches Surfverhalten perfekt zu simulieren: Sie bewegen Mauszeiger realistisch, verändern Scrollgeschwindigkeiten, klicken mit plausiblen Zeitabständen – und umgehen selbst Captchas.
Der Imperva “Bad Bot Report 2025” zeigt: Bereits über 50 % des Internetverkehrs stammt von automatisierten Systemen – ein großer Teil davon bösartig. Besonders gefährlich ist, dass diese Bots auch das Lernverhalten von Bidding-Algorithmen manipulieren können. Wenn Bots „Conversions“ generieren, denkt das System, die Kampagne sei erfolgreich – und investiert noch mehr Budget in den falschen Traffic.
Moderne Fraud-Detection-Systeme setzen hier auf Verhaltensanalyse und Echtzeit-Erkennung, um Muster zu erkennen, die von menschlichen Nutzern abweichen. So lassen sich verdächtige Klicks blockieren, bevor sie das Budget verzerren.
2. Mobile, In-App und CTV – die neuen Brennpunkte
Während klassische Desktop-Kampagnen inzwischen besser geschützt sind, verlagert sich der Betrug zunehmend in mobile Apps, Social Feeds und CTV-Umfelder.
Der Pixalate Q1 2025 Report zeigt alarmierende Zahlen:
- 22 % der In-App-Klicks gelten als ungültig
- 19 % im Desktop-Web
- 9 % im Mobile-Web
Und besonders kritisch: In Connected-TV-Umgebungen (CTV) wurden 2024 rund 65 % aller Ad-Fraud-Fälle festgestellt (DoubleVerify, Global Insights Report 2025).
Für europäische Werbetreibende heißt das:
Neue Kanäle bringen neue Risiken. Vor allem CTV und Programmatic Ads sind attraktive Einfallstore für Fraud-Betreiber – häufig, weil hier Transparenz über Inventar und Herkunft noch fehlt.
BudgetGuard bietet hier Schutz, indem es kanalübergreifend auswertet: Auffällige Klickmuster werden sofort erkannt und blockiert, unabhängig vom Endgerät.
3. Wenn der Algorithmus gegen Sie arbeitet
Automatisierte Gebotsstrategien wie „Smart Bidding“ oder „Target CPA“ sollen den Kampagnenerfolg maximieren. Doch wenn diese Systeme von falschen Klickdaten „gefüttert“ werden, optimieren sie sich selbst in die Irre.
Fake-Klicks und Bot-Interaktionen führen dazu, dass Bidding-Algorithmen lernen, falsche Signale zu bevorzugen. Das Resultat: Steigende Klickpreise, sinkende Conversion-Qualität – und Budgets, die an Scheinaktivitäten verschwendet werden.
Deshalb wird Transparenz über Traffic-Quellen zu einem strategischen Faktor. Tools, die Klickdaten nach Gerät, Standort oder Verhalten aufschlüsseln, helfen, problematische Muster zu erkennen und automatisierte Systeme zu kalibrieren.
4. Europa fordert Transparenz: Regulierung und Verantwortung
Mit dem Digital Services Act (DSA) und der fortschreitenden Datenschutz-Regulierung rückt das Thema Transparenz im digitalen Werbemarkt stärker in den Fokus.
Plattformen, Agenturen und Advertiser müssen künftig klarer dokumentieren, woher ihr Traffic stammt und welche Daten zur Optimierung genutzt werden.
Für Unternehmen in der DACH-Region bedeutet das nicht nur zusätzliche Verantwortung, sondern auch die Chance, Qualität als Differenzierungsmerkmal zu positionieren. DSGVO-konforme Lösungen und EU-Hosting werden zum klaren Wettbewerbsvorteil – gerade für Marken, die auf Compliance und Nachvollziehbarkeit setzen.
Ein Beispiel für diesen europäischen Ansatz ist BudgetGuard, eine SaaS-Plattform mit EU-Hosting, die Werbetreibenden hilft, Klickbetrug kanalübergreifend zu erkennen und Budgets gezielt zu schützen – ohne Daten außerhalb Europas zu verarbeiten. BudgetGuard setzt hier bewusst auf EU-Hosting und DSGVO-Konformität – ein wichtiger Vorteil für Agenturen und Unternehmen, die ihre Werbedaten rechtssicher verarbeiten möchten.
5. Ein Wachstumsmarkt im Wandel
Der globale Markt für Ad-Fraud-Prevention wächst rasant. Laut The Insight Partners 2025 wird bis 2031 eine jährliche Wachstumsrate von über 21 % erwartet.
Das unterstreicht, wie sehr das Thema in den Mittelpunkt rückt – und dass Fraud-Prävention längst kein „Add-on“ mehr ist, sondern ein integraler Bestandteil professioneller Marketingstrategien.
Für Werbetreibende heißt das: Der Markt bietet mehr Auswahl denn je, aber auch mehr Komplexität. Entscheidend ist nicht, irgendein Tool einzusetzen, sondern das richtige – eines, das Echtzeit-Erkennung, Multi-Channel-Analyse und Datenschutzkonformität verbindet.
Doch mit dem Wachstum steigt auch die Komplexität. Immer mehr Anbieter versprechen Schutz, doch nicht alle liefern Transparenz oder Echtzeit-Funktionalität.
Empfehlung:
Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lösung auf drei Dinge:
- Echtzeit-Erkennung – um Budgetverluste sofort zu stoppen.
- Kanalübergreifende Analyse – Search, Display, In-App.
- EU-Hosting & DSGVO-Compliance – rechtssichere Datenverarbeitung ist Pflicht.
Click Fraud wird intelligenter – Was Werbetreibende jetzt tun sollten
Die Bedrohung durch Klickbetrug wächst – doch ebenso wachsen die Möglichkeiten, ihn zu kontrollieren.
KI-basierte Fraud-Systeme werden realistischer, Traffic-Quellen komplexer, doch mit intelligenten Schutzmechanismen und kontinuierlicher Analyse lassen sich Verluste drastisch reduzieren.
Wer sein Marketingbudget schützen will, braucht heute mehr als Reporting – er braucht aktive Verteidigung.
Je intelligenter Bots und Traffic-Manipulationen werden, desto wichtiger ist eine Kombination aus Technologie, Datenkompetenz und kontinuierlicher Überwachung. Wer sein Marketingbudget schützen will, braucht regelmäßige Audits, Benchmarking und klare Prozesse für Fraud-Monitoring.
Empfohlene nächste Schritte für Marketingverantwortliche
- Prüfen Sie Ihre AdFraud-Rate regelmäßig und vergleichen Sie sie mit Branchenwerten.
- Setzen Sie einee Klickbetrugs-Software wie beispielsweise BudgetGuard ein – besonders bei stark automatisierten Kampagnen.
- Richten Sie monatliche Traffic-Quality-Audits ein, um Anomalien frühzeitig zu erkennen.
- Schulen Sie Ihr Team im Umgang mit Fraud-Indikatoren – Awareness ist die beste Prävention.