BudgetGuard Case Study

Nicht jeder Klick verdient einen Platz im Reporting

Was LivEye aus fast 100.000 Klicks lernte – und warum BudgetGuard aus Kampagnendaten bessere Entscheidungsdaten machte.

Case Study mit

2,99 Mio.

Impressionenüber 12 Monate

≈ 100.000

Klicksüber 12 Monate

7.460

ungültige Klicksvon Google erkannt

15.000+

prüfrelevante Musterdurch BudgetGuard

25.000 €+

Risikobudgetpotenziell prüfrelevant

Jeden Monat investieren Unternehmen in digitale Sichtbarkeit. Sie kaufen Reichweite, Klicks und Besucher. Am Ende sollen daraus Anfragen, Gespräche und Aufträge werden.

Auf dem Papier sieht dieser Weg sauber aus: Eine Anzeige wird ausgespielt. Nutzer klicken. Die Website zählt Besucher. Ein Formular wird ausgefüllt oder ein Anruf ausgelöst. Anschließend werden Werbekosten, Anfragen und Umsatz gegenübergestellt. Im Reporting entstehen daraus Kennzahlen wie Klickpreis, Conversion-Rate, Kosten pro Lead oder Return on Ad Spend.

Doch ein Reporting beantwortet nicht automatisch die wichtigste Frage: Waren diese Klicks überhaupt reale Kontakte mit echter wirtschaftlicher Chance? Und wenn ein Teil der Klicks diese Chance nie hatte – wie belastbar ist dann der ausgewiesene ROAS?

Bei LivEye wurden genau diese Fragen gestellt

Das Unternehmen bietet mobile Live-Videoüberwachung für Baustellen, Freiflächen, Industrieareale und sicherheitskritische Einsatzorte. Wer nach einer solchen Lösung sucht, hat meist keinen beiläufigen Informationsbedarf. Es geht um konkrete Projekte, Schutz, Haftung, Betriebssicherheit und oft um schnelle Entscheidungen.

Deshalb zählt nicht jeder Klick gleich.

Nicht jeder Klick macht klick

Ein echter Interessent kann ein wertvoller Vertriebsimpuls sein. Ein auffälliger Klick dagegen kostet Budget, verändert Kennzahlen und kann Kampagnen in die falsche Richtung lenken. Im ersten Moment wirkt das harmlos.

Genau hier setzt die mediacode solutions S.à r.l. mit ihrer AdFraud-Protection-Plattform BudgetGuard an.

BudgetGuard analysiert, welche Klickmuster über die üblichen Plattformkennzahlen hinaus auffällig sind und in klassischen Kampagnenberichten schnell als normale Aktivität erscheinen. Dabei geht es unter anderem um wiederkehrende Klickmuster, regionale Häufungen, ungewöhnliche Zeiträume und weitere Signale, die für die wirtschaftliche Bewertung einer Kampagne relevant sind.

Jeder Klick erhöht die Zugriffszahl, beeinflusst den durchschnittlichen Klickpreis, verändert die Conversion-Rate und fließt in die Bewertung einer Kampagne ein. Erst wenn man genauer hinsieht, zeigt sich, ob einzelne Regionen, Geräte oder Zeiträume ein Muster bilden und hier Daten verzerrt sind.

Die Kampagnen von LivEye erzeugten über zwölf Monate rund 2,99 Millionen Werbeimpulse und fast 100.000 Klicks. Google erkannte in diesem Zeitraum 7.460 ungültige Klicks automatisch. BudgetGuard prüfte, welche Auffälligkeiten im verbleibenden Traffic sichtbar wurden. Die Analyse identifizierte mehr als 15.000 prüfrelevante Klickmuster. Auf Basis der durchschnittlichen Klickkosten entsprach das einer potenziell prüfrelevanten Budgetgröße von mehr als 25.000 Euro.

Google schützt bereits – aber reicht das aus?

Kampagnen-Traffic

≈ 100.000 Klicks in 12 Monaten

Google filtert

ungültige Klicks automatisch

7.460 erkannt

ungültige Klicks von Google

BudgetGuard prüft

den verbleibenden Traffic

15.000+ Muster

mehr Transparenz & Schutz

≈ 25.000 €

Diese Zahl ist keine pauschale Ersparnisbehauptung. Sie ist eine Risikogröße. Sie zeigt, welcher Anteil des eingesetzten Mediabudgets genauer betrachtet werden musste, damit Marketingentscheidungen belastbarer werden.

Für die Geschäftsführung entsteht dadurch ein anderer Blick auf Performance-Marketing. Die Frage lautet nicht mehr nur: Was kostet ein Lead? Sondern auch: Wie sauber ist die Datengrundlage, auf der wir diesen Lead bewerten?

Der zweite Blick zeigte, wo die Auffälligkeiten wirklich lagen

Besonders deutlich wurde der Nutzen in einem 90-Tage-Deep-Dive. Die Stichprobe zeigte bei 10,51 Prozent der analysierten Klickdaten auffällige Muster.

Noch interessanter war jedoch die Verteilung. Die Auffälligkeiten traten nicht überall gleich stark auf. In Hessen lag die Quote bei 30 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 21 Prozent, in Bremen bei 19 Prozent und in Baden-Württemberg bei 16 Prozent.

Je tiefer man hinschaut, desto mehr Muster werden sichtbar

Auffällige Klickmuster

90-Tage-Stichprobe des verbleibenden Traffics

10,51 % auffällig 10,51 % auffällige Muster 89,49 % unauffälliger Traffic

Auffälligkeiten nach Regionen

Anteil auffälliger Klickdaten je Bundesland (90 Tage)

Hessen 30 % Nordrhein-Westfalen 21 % Bremen 19 % Baden-Württemberg 16 %

Das verändert die Art, wie ein SEA-Team auf Kampagnen schaut.

Eine regionale Analyse kann Entscheidungen verändern. Wenn eine Region überdurchschnittlich viele auffällige Klicks zeigt, darf ihre Performance nicht nur anhand von Klickpreis, Klickrate oder Kosten pro Anfrage bewertet werden. Dann muss zuerst geklärt werden, ob die Aktivität tatsächlich Nachfrage abbildet – oder ob ein Teil der Daten die Kampagne aktiver erscheinen lässt, als sie wirtschaftlich ist.

Genau hier entsteht der praktische Wert von BudgetGuard: Die Plattform macht aus einer allgemeinen Kennzahl eine konkrete Steuerungsfrage.

Nicht: „Wie viele Klicks hatten wir?“
Sondern: „Welche dieser Klicks sollten wir überhaupt in die Bewertung aufnehmen?“

Was BudgetGuard über Invalid-Click-Zahlen hinaus sichtbar macht

Zusätzliche Erkennung

über die von Google ausgewiesene Invalid-Click-Basis hinaus

+11,3 % zusätzlich zusätzlich auffällige Klickmuster bezogen auf die Google-Invalid-Basis

Beispiel: Klickrate je Placement

auffälliges gegenüber vergleichbaren Placements

Auffälliges Placement ≈ 5 % Vergleichbare Placements < 1 %

Google schützt Werbetreibende mit eigenen Systemen vor ungültigen Klicks. Diese Schutzmechanismen sind wichtig, weil sie einen Teil technisch auffälliger oder abrechnungstechnisch ungültiger Klicks automatisch erkennen. In einem abgeglichenen Kampagnenset hatte Google bei den Kampagnen von LivEye bereits eine vierstellige Zahl ungültiger Klicks erkannt.

BudgetGuard identifizierte darüber hinaus weitere auffällige Klickmuster. Die zusätzliche Erkennung lag bei 11,3 Prozent bezogen auf die von Google ausgewiesene Invalid-Click-Basis.

BudgetGuard ergänzt diese technische Prüfung um eine wirtschaftliche Perspektive. Die Plattform bewertet den verbleibenden Traffic danach, ob Muster entstehen, die für Budgetsteuerung, Kampagnenbewertung und Reporting relevant sind.

Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Ein Klick zu ungewöhnlicher Uhrzeit kann technisch vollkommen gültig sein. Für die Bewertung einer B2B-Kampagne ist aber entscheidend, ob sich solche Klicks häufen, ob sie aus bestimmten Regionen oder Netzwerken kommen und ob daraus realistische Anfragen entstehen. Einzelne Auffälligkeiten sind unproblematisch. Wiederholen sie sich, werden sie für die Kampagnenbewertung relevant.

Ähnlich verhält es sich mit einer ungewöhnlich hohen Klickrate auf einem einzelnen Placement. Wenn ein Placement fünf Prozent Klickrate erzielt, während vergleichbare Placements deutlich unter einem Prozent liegen, ist das nicht automatisch ein besonders gutes Ergebnis. Es kann auch ein Signal sein, das sorgfältig geprüft werden sollte. In vielen Fällen zeigt eine solche Abweichung nicht überdurchschnittliches Interesse, sondern ein Muster, das für Budgetschutz und Reporting relevant ist. Meistens ist es ein erster Hinweis auf Klickbetrug, der ausgefiltert werden muss.

Für LivEye entstand dadurch ein vollständigeres Bild:

  • Was wurde bereits aussortiert?
  • Was blieb übrig?
  • Und wo lohnt sich ein genauerer Blick?

Was sich für LivEye änderte

Der Nutzen lag nicht in einer einzelnen Zahl. Marketing und Vertrieb konnten Kampagnen besser einordnen.

LivEye bewertete Regionen stärker nach Qualität statt nach reinem Volumen. Kampagnen wurden nicht nur nach Klickpreis beurteilt, sondern danach, ob die Klickaktivität zur erwarteten Nachfrage passte. Das Reporting wurde dadurch transparenter.

Schlechte Klicks kosten Budget und stören Entscheidungen.

Sie können eine Region attraktiver erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist. Sie können Kosten pro Anfrage erhöhen. Sie können Conversion-Raten verwässern. Und sie können dazu führen, dass Budgets verschoben werden, obwohl das eigentliche Problem nicht fehlende Nachfrage ist, sondern mangelnde Traffic-Qualität.

BudgetGuard half LivEye, diese Verzerrung sichtbar zu machen.

Was andere Unternehmen daraus mitnehmen können

Der Blick auf LivEye macht deutlich, warum Traffic-Qualität in jedes ernsthafte Performance-Reporting gehört.

Wer größere Werbebudgets einsetzt, sollte neben Klicks, Kosten und Anfragen auch die Qualität des Traffics prüfen:

  • Welche Klicks sollten wir in die Bewertung aufnehmen?
  • Welche Regionen zeigen auffällige Muster?
  • Welche Kampagnen wirken aktiver, als sie wirtschaftlich sind?
  • Welche Entscheidungen würden wir anders treffen, wenn wir auffälligen Traffic herausrechnen?

Genau dort beginnt der Wert von BudgetGuard: als Schutz vor falschen Rückschlüssen.

Sichtbarkeit ist nur dann wertvoll, wenn sie belastbar ist

Für Unternehmen mit aktivem Performance-Marketing liegt die wichtigste Erkenntnis in der Qualität der Kontakte. Reichweite, Klicks und Anfragen bleiben wichtige Kennzahlen. Ihre Aussagekraft steigt, wenn die Qualität des Traffics geprüft wird.

BudgetGuard machte aus Kampagnendaten bessere Entscheidungsdaten. LivEye gewann mehr Klarheit über Traffic-Qualität, regionale Unterschiede und die wirtschaftliche Aussagekraft einzelner Klicks.

Gute Kampagnen entstehen durch Kontakte, die wirklich zum Geschäft passen.

Das Problem ist nicht, dass Ad Fraud existiert. Das Problem ist, dass man es oft nicht sieht.